Wohnungswechsel

Bei einem Wohnungswechsel nimmt der Versicherungsnehmer in der Regel seine bestehende Haushaltsversicherung mit. Der Versicherungsvertrag wird dann für die neue Wohnung angepasst.

Will der Versicherungsnehmer die bestehende Versicherung nicht für die neue Wohnung übernehmen, so hat er ein außerordentliches Kündigungsrecht, das für den Tag vor dem Umzug gilt. Die Kündigung muss rechtzeitig vor dem Umzugstag beim Versicherer einlangen.
Erfolgt keine bzw. keine rechtzeitige Kündigung, muss der Versicherungsnehmer den bestehenden Versicherungsvertrag übernehmen und kann den Versicherer nicht wechseln.

Wird bei einem Wohnungswechsel die bestehende Versicherung übernommen, hat das den Vorteil, dass während des Umzuges beide Wohnungen als versichert gelten. So werden deckungsfreie Zeiträume vermieden.

Zu beachten ist, dass ein Wohnungswechsel dem Versicherer zu melden ist.
Gemäß Versicherungsvertragsgesetz (§10 VersVG) gelten Schriftstücke, die an die alte Adresse versandt werden als zugestellt. Dies ist vor allem bei Kündigungen durch den Versicherer von Bedeutung.

Gut zu wissen!

Sollte die Anzeige eines Wohnungswechsel bei Deinem Versicherer ausgeblieben sein, stellt dies uU. eine Obliegenheitsverletzung dar.
Ob nach einem Schaden in so einem Fall grundsätzlich Leistungsfreiheit Deines Versicherers besteht, hängt davon ab ob aus den Vertragsunterlagen bzw. den Bedingungen hervorgeht, welche Folgen die Nichtmeldung des Wohnungswechsels hat.

Du musst als Versicherungsnehmer darüber informiert werden, dass eine ausgebliebene Anzeige des Wohnungswechsels zur Leistungsfreiheit führt. Erfolgt keine derartige Belehrung, besteht Leistungspflicht des Versicherers!

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