Kompositversicherer

Ist ein Versicherungsunternehmen in mehr als in einer Versicherungssparte tätig, spricht man von einem Kompositversicherer. Ein Kompositversicherer bietet somit ein umfangreiches Sortiment an Versicherungsprodukten unterschiedlicher Arten.

Damit ein Versicherer in mehreren Sparten, auch Versicherungszweige genannt, tätig sein darf, benötigt er die entsprechende Konzession, die ihn dazu ermächtigt. Die einzelnen Versicherungszweige wie bspw. die Unfallversicherung, die Krankenversicherung, die Lebensversicherung, die Feuerversicherung, etc. sind in der Anlage zum VAG angeführt.

Seit 1994 gilt das Gebot der Spartentrennung (§7 Abs. 3 VAG) für Neubeantragungen von Konzessionen. Das bedeutet, dass ein gleichzeitiges Betreiben des Zweiges Lebensversicherung und der Zweige der Nicht-Lebensversicherung (ausgenommen Unfall-, Kranken- und Rückversicherung) einander ausschließen.
Konzessionen, die davor ausgegeben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Der Versicherer hat allerdings für eine Verwaltungstrennung zu sorgen um ein „verschieben“ von Vermögen unter den Zweigen zu verhindern.

Gut zu wissen!

Seit 1994 gilt das Gebot der Spartentrennung (§7 Abs. 3 VAG) für Neubeantragungen von Konzessionen. Das bedeutet, dass ein gleichzeitiges Betreiben des Zweiges Lebensversicherung und der Zweige der Nicht-Lebensversicherung (ausgenommen Unfall-, Kranken- und Rückversicherung) einander ausschließen.
Konzessionen, die davor ausgegeben wurden, behalten ihre Gültigkeit. Der Versicherer hat allerdings für eine Verwaltungstrennung zu sorgen um ein „verschieben“ von Vermögen unter den Zweigen zu verhindern.

Beispiel:
Ein Lebensversicherer, der aktuell die Konzession für den Betrieb der Lebensversicherung hat, möchte nun auch Haushaltsversicherungen anbieten.

  1. Ist der Versicherungszweig „Haushaltsversicherung“ nicht als Konzession zu haben, da es Konzessionen für die einzelnen Sachsparten (Feuer, Elementarschäden,…) gibt
  2. Da die Konzession für den Betrieb von Nicht-Lebensversicherungen wegen der Spartentrennung nicht an den Lebensversicherer vergeben wird, muss dieser dafür eine eigenes Unternehmen gründen.