Verpflegskostenbeitrag

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt für die Sozialversicherten die Kosten für medizinisch erforderliche stationäre Krankenhausbehandlungen, wenn es eine Krankheit erforderlich macht, abzüglich eines Verpflegskostenbeitrages.

Patienten einer Krankenheilanstalt auf der allgemeinen Gebührenklasse müssen für bis zu 28 Kalendertage einen täglichen Kostenbeitrag leisten. Die Höhe ist je Bundesland und Krankenhaus unterschiedlich. Für Krankenhäuser der ÖGK in Wien beträgt er bspw. € 23,50 pro Tag.

Beispiel:
Frau A muss aufgrund einer medizinischen Behandlung mehrere Tage stationär in ein Wiener Krankenhaus aufgenommen werden. Sie verbringt 15 Tage in einem Zimmer auf der allgemeinen Gebührenklasse.
Die Kosten der Behandlung wurden von der ÖGK übernommen. Frau A hat lediglich den Verpflegskostenanteil idHv. € 352,50 zu leisten.

Der Verpflegskostenbeitrag muss nicht geleistet werden:

  • wenn für die versicherte Person eine Rezeptgebührenbefreiung vorliegt
  • bei stationären Aufenthalten zum Zweck einer Organspende
  • bei Entbindung
  • für Kinder, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • bei besonders sozial schutzbedürftigen Personen

Gut zu wissen!

Ab dem 29. Tag im Krankenhaus werden die Kosten zur Gänze vom zuständigen Krankenversicherungsträger übernommen. Du musst also nur für maximal 28 Tage den Kostenbeitrag leisten.

Solltest Du eine private Krankenversicherung haben und Du Dich auf Sonderklasse behandeln lassen, musst Du keinen Verpflegskostenbeitrag zahlen. Lässt Du Dich, obwohl Du Anspruch auf eine Sonderklassebehandlung hast, auf der allgemeinen Gebührenklasse behandeln, steht Dir in der Regel ein Ersatztagegeld zu mit dem Du auch den Verpflegskostenbeitrag der allgemeinen Gebührenklasse einfach abdecken kannst.

Video-Erklärung