Garantieverzinsung

(Rechnungszins) Die durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) festgelegte maximale Garantieverzinsung auf Sparanteile von kapitalbildenden Lebensversicherungen, die ein Versicherer anbieten darf, beträgt 0,5% p.a.

Dieser Prozentsatz, auch „Rechnungszins“ oder „Garantiezins“ genannt, gilt für die gesamte Versicherungslaufzeit.

Ursprünglich, bis Anfang der 2000’er, betrug die maximal zulässige garantierte Verzinsung noch 4% und ist seither kontinuierlich gesunken. Damit Leistungsansprüche der Versicherungsnehmer auch weiterhin erfüllt werden können, hat die FMA die mögliche Garantieverzinsung über die Jahre gesenkt. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Veranlagungsstrategien der Versicherer und die Renditechancen der Versicherungsnehmer.

Erträge, die über den Garantiezins hinaus erwirtschaftet werden, sind als Gewinnbeteiligungen den einzelnen Verträgen jährlich gutzuschrieben.

Gut zu wissen!

Durch die inzwischen kaum vorhandene Rendite auf dem Kapitalmarkt, würde es sich ein Versicherer schlichtweg nicht mehr leisten können, hohe Garantien auszusprechen.
Bietet Dir der Versicherer einen Garantiezins bei der Lebensversicherung an, bedeutet dies, dass er diesen Zins zumindest für Dich erwirtschaften muss und die entsprechenden Deckungsrückstellungen in der Bilanz bilden muss.

Die meisten Versicherer haben daher überhaupt keine Garantieverzinsung in Ihren Verträgen und geben nur entweder eine volle oder anteilige Garantie auf die einbezahlte Sparprämie. Dies ist auch der Grund warum in Angeboten für klassische Lebensversicherungen bei einer 0%igen Performance weniger garantiert ist als Du einbezahlst.

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